Ein perfektes Wochenende für Christian Fridrik
Ganz selten gibt es Rennen in denen alles passt und einem alles aufgeht. Am schönsten ist es dann noch wenn man vorher überhaupt nicht damit gerechnet hat.
Am vergangenen Wochenende ist mir so etwas passiert und ich strahle immer noch über beide Ohren. Am Samstag waren wir bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften auf der Donauinsel in Wien. Ich ging in dieses Rennen ganz ohne Erwartungen, weil das Training diesen Winter über oft dem stressigen Prüfungsvorbereitungen hat weichen müssen. Ich hab mir nicht einmal die Startliste angesehen. Und dann dieses absolut geile Rennen.
Schon beim Schwimmen lief es so locker, dass ich gleich die Führung übernehmen konnte. Mit Dominik, Luki, Paul, Franzi, Wolfi und einem Schweden (der aber gleich abgerissen ist) konnten wir gemeinsam den Vorsprung auf das Verfolgerpaket ausbauen und waren dann zum Laufen ca. 2 min 30 sek vorne. Das Laufen wurde zur Hitzeschlacht, 35 Grad im Schatten. Franzi und Luki gleich auf und davon, Paul, Dominik und ich hinterher. Bis in Runde drei konnte ich den Abstand zu Paul auf ca. 10 sek beschränkt halten, Dominik war mir mit ca. 20 sek auf den Fersen. Dann hat Paul die Raketen gezündet und ich konnte ihn nicht mehr halten. 1 ½ Runden vor Schluss haben mir die Betreuer dann zugeschrien, dass Luki einen Hänger hat und ich bin um mein Leben (oder eine Medaille) gelaufen um ihn noch irgendwie einzuholen. 5 Sek sind es am Ende geblieben, die mir auf das Stockerl gefehlt haben.
Kaum im Ziel, gab es dann die Info das Luki disqualifiziert wird und das bedeutete für mich den dritten Platz und damit meine beste Platzierung bei einer Österreichischen Staatsmeisterschaft. Und das in diesem Jahr!
Aber damit noch nicht genug. Gleich am Abend fuhren Christoph Kullnig und ich weiter nach Triftern wo am Sonntag der zweite Showdown der Bundesliga stattfand.
Diesmal mussten wir uns in einem Teamrennen beweisen, das ähnlich wie eine Staffel aufgebaut war. Jeder vom Team hatte einen kompletten Triathlon zu bewältigen, die Distanzen waren auf Supersprint (0,3km/ 10km / 4km) verkürzt und übergeben wurde am Beckenrand. Es war super spannend, auch weil wir wieder eine ganz neue Aufstellung hatten. Neu mit dabei waren Christoph Kullnig (AUT) und Fabian Ostertag (GER), beide zum ersten Mal bei einem Bundesligarennen.
In den ersten beiden Durchgängen waren wir mit den Griesheimern in ein Kopf-an-Kopf-Rennen verwickelt. Selbige hatten diesmal aber eine starke Aufstellung und so konnten sie sich dann doch im dritten Durchgang im Laufen absetzen und den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Am Ende wurde es für uns ein zweiter Platz mit guten 2 min 30 sek Vorsprung auf den Drittplatzierten Roth.
Dh wir führen mit dem SC Riederau Erdinger Alkoholfrei nach wie vor in der Gesamtwertung vor dem Club aus Roth. Bis zur Entscheidung sind es aber noch 2 Rennen.